aller anfang ist schwer

IMG_5322Meine Nähleidenschaft nimmt Formen an. Nachdem ich nun kleine Körbchen, Utensilos, Schmink- und Kulturtaschen und sogar eine Kellerfaltensusie nähen kann (den Beweis gibts hier), ist als nächstes Projekt etwas Größeres geplant, selber einen ersten, eigenen Rock nähen, das wär‘ schön…

 

Mit einer Freundin Schnittmuster gewälzt, wegen akutem Nichtgefallen oder fortgeschrittenem Niveau verworfen und dann die Lösung gefunden.

Ich bastel mir einfach selber ein Schnittmuster für einen Rock in leichter A-Linie und zwar anhand meines Lieblingsrocks und eines Maßbandes (zum Taille, Bauch und Po ausmessen), denn zur Zeit passt gefällt mir der Lieblingsrock nicht mehr so gut.

Damit kein schöner, guter Rockstock verschnitten wird oder ich zu spät erkennen muss, dass ich mich falsch ausgemessen habe, sollte es ein Proberock werden, gefertigt aus altem Stoff. Ich habe dafür ein ausgemustertes Bettlaken benutzt, mit schwarzem Garn genäht (um alle Fehler überdeutlich zu sehen… das war nicht schön!) und voller Enthusiasmus losgenäht.

IMG_5070

Ergebnis? Viel zu groß, ich hatte beim Aumessen wohl Sorge, dass dies wieder ein Rock wird, der nicht passt. Als auf ein Neues, Rock Nr. 2 steht in den Startlöchern.

Schnittmuster abändern, Stoff ausschneiden, heften, nähen, Reißverschluss einfügen, wieder nähen, noch mehr nähen, abgebrochene Nadel austauschen, abgerissenen Faden neu einfädeln (die Lidl-Garne sind gar nicht mal so gut, oder?) und bloß nicht aufgeben.

Ergebnis

IMG_5408

Sieht schonmal aus wie ein Rock, nur leider keiner für mich. An der Taille viel zu eng…

Das war der Stand heute morgen. Der Bettlakenstoff war aufgebraucht und ich wühlte mich durch alle Arten von Schubladen, um irgendeinen Stoff zu finden, den ich nicht mehr brauche, um daraus Proberock Nr. 3 zu nähen.

Gefunden habe ich: ein altes Spannbettlaken, schön gemütlich, aber leider an den Ecken schon etwas durchlöchert (meine Waschmaschine kennt da keine Gnade).

IMG_5402

Den Gummizug habe ich rundum herausgeschnitten und mir dann keine Mühe mehr gegeben, den Stoff noch extra zu bügeln.

Prozedur von vorne (siehe Rock Nr. 2), diesmal weißen Reißverschluss genommen, damit ich auch dort meine Fehler deutlich sehe und siehe da… ich finde, es sieht aus wie ein Rock, der mir halbwegs passt. Sogar die Abnäher auf dem Po sitzen perfekt.

IMG_5411IMG_5412

 

 

 

 

 

 

 

Beim richtigen Rock gibt es später noch einen Saum, schöneren Stoff (der besser fällt als ein Biberbettlaken), einen Unterrock und eine Farbe, die meinen Teint etwas mehr schmeichelt. Darauf freue ich mich jetzt schon!

Habt ihr auch Projekte, die nicht von Anfang an optimal gelaufen sind? Und findet ihr auch, dass es nur besser werden? Schönen Sonntag, liebe Leser und viel Erfolg für eure Projekte! 🙂

Nachtrag: Komme eben von der Schwiegermutter, die ein bißchen vom Fach ist und früher in einer Schneiderei gearbeitet hat. Sie hatte einige (leider) treffende Anmerkungen zum Rock, meistens Verbesserungvorschläge. Ich mach‘ dann mal weiter… mit Proberock Nr. 4.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.