intermittierendes fasten #3 – mit der missmenke-methode

IMG_0347Der perfekte Anfang eines Sommertages spiegelte sich früh morgens an der Küchenwand und damit war es gestern schon gegen 5.30 Uhr besiegelt: dieser Tag wird ein Freund werden!

Beste Voraussetzungen, um sich weitere Gedanken über  Gesundheit, Gewicht und das schlechte Gewissen zu machen. 

 

 

 

die missmenke-methode

Intermittierendes Fasten (IF) nach der missmenke-methode bedeutet, alle zwei Tage 16 Stunden am Stück zu fasten. Dabei sind die ca. acht Stunden Nachtruhe enthalten.

Je nach Vorliebe oder Alltagstauglichkeit wird dabei entweder von Nachmittags bis zum Frühstück des nächsten Tages gefastet oder man beginnt nach dem Abendessen/TV-Knabbern mit dem Fasten und isst am nächsten Tag ab Mittag wieder normal.

Wichtig: es müssen 16 Stunden sein und der Nachtschlaf muss sich innerhalb dieser 16 Stunden befinden. In meinem Fall faste ich alle zwei Tage ab 16 Uhr und kann dann am nächsten Morgen um 8 Uhr das Fasten mit dem Frühstück beenden.

fasten, was darf ich da zu mir nehmen?

Mit Fasten ist hier die reine Aufnahme von Flüssigkeit gedacht. In erster Linie Wasser und  ungesüßte Kräutertees, bei starken Kopfschmerzen, in der Eingewöhnungszeit und wenn man es gar nicht anders aushält auch Gemüsebrühe ohne Einlage (z.B. Instant-Biogemüsebrühe aus dem Glas).

der selbstversuch – erste erfahrungen

Nach gut drei Wochen komme ich grundsätzlich sehr gut mit dieser Art des Fastens klar. Ich habe keinerlei Kopfschmerzen bekommen (dagegen hilft auch die große Menge Flüssigkeit, bei mir steht immer eine Kanne Tee und eine Flasche Wasser auf dem Schreibtisch).

Richtig schwer gefallen und manchmal auch erfolglos war das Fasten während der Zeit vor der Regel, da hatte ich die Wahl zwischen „Essen“ oder „großes Unglück gepaart mit tiefer Traurigkeit, die nur durch Häagen Dazs-Eis aufzuhalten war“, da würde es mich sehr interessieren, wie es bei euch lief und was geholfen hat. Ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht, denn die Hintergründe (hormonelle Veränderungen) sind ja bekannt. Ich bin gespannt, wie es beim nächsten Mal abläuft…

An den anderen Fastentagen empfand ich es als Erleichterung, ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr über die Beschaffung und Zubereitung der nächsten Mahlzeit nachdenken zu müssen. Einfach loslassen und nur trinken, das tut auch gut.

autophagie

Autophagie oder auch Autophagozytose nennt man den Prozess der Zellerneuerung, die Zelle baut sozusagen eigene Bestandteile ab. Bakterien, Viren und zelluläre Entartungen sollen so schon während der Anfangsphase abgebaut werden.

Ca. 10-13 Stunden nach Fastenbeginn kommt es zur Autophagie, deshalb ist es auch wichtig, die 16 Stunden fasten ohne Fruchtsäfte, Milch, gesüsste Tees oder Kaffee mit Zucker durchzuhalten. Einfach ausgedrückt: die Zelle „frisst“ ihre kranken Bestandteile selber auf (auto=selbst, phagie=fressen) und so sollen bestimmte Krankheiten gar nicht erst entstehen können.

wie verläuft die fastenerfahrung bisher?

Ganz persönlich komme ich gut mit den 16 Stunden Fastenzeit zurecht, wenn ich kurz vor Fastenbeginn noch etwas esse.  Während der Fastenzeit bin ich aktiv und voller Tatendrang, dieser Zustand ist aber erst nach ein paar Tagen Fasten eingetreten. Am Anfang war ich eher müde, was ich der Umstellung des Körpers auf die neuen Essgewohnheiten  zuschreibe.

was gibt es zu essen?

Die missmenke-methode besagt, dass außerhalb der 16-stündigen Fastenzeit alles erlaubt ist, auf das man Appetit habe. Dies ist mit einer kleinen Einschränkung zu sehen: da ich mich seit einer überstandenen Erkrankung und den damit verbundenen Erfahrungen in punkto Nahrungsumstellung überwiegend gesund ernähre, haben bei mir Fertiggerichte (und die darin enthaltenen riesigen Mengen an Jodsalz) keine Chance.

Obwohl alles erlaubt ist, bedeutet das nicht, dass während der Essenszeiten „gefressen“ werden darf. Normale Portionen, bitte, sonst nimmt man mehr Kalorien auf, als verwertet/verbrannt werden können. Wer übergewichtig ist, hat wahrscheinlich schon etwas länger das Verhältnis zu einer normalen Portion verloren und kann sich an den Mengen orientieren, die normalgewichtige Freunde/Familienangehörige verspeisen.

Wenn Über- oder Untergewicht besteht, muss ein Arzt zu Rate gezogen werden, der die Ernährungsumstellung begleitet, da ich hier nur von meinen persönlichen Erfahrungen schreibe, die sich nicht auf andere Menschen übertragen lassen.

entspannung pur

Eine der wichtisten Regeln (wenn es überhaupt Regeln gibt außer, dass 16 Stunden Fasten eingehalten werden) der missmenke-methode lautet: KEIN ZWANG, KEIN DRUCK. Damit ist gemeint, dass Fastenaussetzer, schlechte Tage und alles andere, was uns manchmal davon abhält, den geraden Weg zu gehen, in Ordnung sind. Wir freuen uns über jeden geschafften Fastentag und feiern diesen! 🙂

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Habt ihr auch Erfahrungen mit dem Fasten gemacht? Ich und auch bestimmt andere Leser freuen sich über eure Infos zum IF. Viel Erfolg, liebe Grüße, Martina

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Die anderen Artikel zum Thema Intermittierendes Fasten gibt es hier: http://missmenke.de/category/intermittierendes-fasten/

4 Antworten auf „intermittierendes fasten #3 – mit der missmenke-methode“

  1. Ah sehr schön, da hast du meine Frage direkt mit einem neuen Beitrag beantwortet 😉
    Ich arbeite immer noch an meinem Beitrag diesbezüglich, bekomme das einfach nicht formuliert.
    Wünsche dir einen tollen Sonntag, lieben Gruß Steph

    1. Steph, das tut mir sehr leid, dass ich nicht direkt geantwortet habe (meiner Meinung nach hatte ich das schon längst getan, das war aber ein Trugschluss). 🙂

  2. Hallo!
    Mich würde noch interessieren ob Ihr bei dieser Methode abgenommen habt?
    An und für sich hört sich das sehr interessant an. Über weitere Erfahrungen würde ich mich sehr freuen!

    Liebe Grüße
    Chadia

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