silver sister – mein weg zur natürlichen haarfarbe

26September2013-2So ziemlich genau vor zwei Jahren habe ich zum letzten Mal meine Haare gefärbt und damit den Weg zur silberfarbenen Natürlichkeit frei gemacht.

Nicht, dass dies in meinem Bekanntenkreis normal oder üblich gewesen wäre und auch ich hatte längere Zeit damit zu kämpfen, das Image einer „ewig-35jährigen“ aufzugeben.

Wie es dazu kam? 

 

Also bekennende Blondine bemerkte ich nach vielen Jahres des Haare färbens, dass meine Haarstruktur sehr litt und mein natürlich gelocktes Haar eher einem Mop glich anstatt einer schönen Frisur.

Zusammen mit meiner hellen Hautfarbe (Hautton „Camembert“) fiel mir auf Fotos immer wieder auf, dass ich irgendwie ungesund und müde aussah. Dazu kam, dass ich beim und nach dem Färben Atemprobleme und Hautkribbeln verspürte.

Ich habe dann irgendwann die Farbe gewechselt und einen dunkleren Ton gewählt, der mir zwar besser stand, aber genau so stark kribbelte. Naturfarben waren noch schlimmer, auf irgendeinen (natürlichen) Inhaltsstoff reagierte ich stark allergisch und musste schon beim Mischen das Zimmer verlassen.

Mir blieb also gar nichts anderes übrig, als meinen Naturton herauswachsen zu lassen. Auf den Bildern kann man einen Teil des Prozesses in den Jahren 2010 bis Mitte 2012 sehen.

 

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Der schlimmste Teil war geschafft und ich war dem Rat einer erfahrenen Mitstreiterin gefolgt und hatte aufgehört, mich auf meine zweifarbige Frisur zu konzentrieren.

Ihre Empfehlung: ich sollte mir ein Projekt suchen, welches mich ausreichend beschäftigt und ablenkt. Das Projekt wurde meine eigene Internetseite missmenke.de.

Zwischen Dezember 2012 bis Mitte September 2013 sah es dann so aus:

 

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Je nach Wetterlage waren die Haare mal kurzer und länger und je nach Lichteinfall sahen sie mehr oder weniger silber-grau aus. Das letzte Foto der Collage ist mein aktuelles Bewerbungsfoto und ich bin sehr glücklich damit.

Meine neuesten Aufnahmen sind von dieser Woche, in den Spitzen ist noch ein Rest Farbe zu sehen, aber ansonsten ist die Haarfarbe komplett natürlich und ich fühle mich wirklich frei.

26September2013

 

Grauhaarig bedeutet nicht, dass man jetzt auch zurückhaltend wird und eine praktische Kurzhaarfrisur tragen muss. Im Gegenteil, ich starte noch einmal richtig durch, wechsele in naher Zukunft in meine Lieblingsstadt Hamburg und werde im Dezember 47.

Ihr Lieben, dies ist kein Plädoyer gegen das Haare färben, aber wer wie ich damit immer mehr Probleme bekommt und wem das Färben gesundheitlich gar nicht gut tut, dem soll mein Weg eine kleine Ermunterung sein.

 

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Die Hamburger Designerin, Autorin und Journalistin Sabine Reichel hat ein Buch über ihre Erfahrungen mit den silbernen Haaren geschrieben und lässt andere Frauen zu Wort kommen. Hier der Link zu ihrem Buch:
Grau ist great: Mit Stolz und Stil in ein neues Leben
Sehr hilfreich und unterhaltsam! Schönes Wochenende, ihr Lieben. Ich freue mich über eure Meinungen zu diesem Thema und meiner Verwandlung.

9 Antworten auf „silver sister – mein weg zur natürlichen haarfarbe“

  1. Tolle Bilder und ich glaube keiner kann mit einer Haarfärbung sein richtiges Alter verstecken. Man sieht auch immer mehr junge Frauen mit grauen oder besser gesagt silbernen Haaren und es sieht gut aus.

  2. Ein toller Post von einer tollen Frau mit einer tollen Frisur!
    Ich habe vor einigen Jahren die Friseurin gewechselt, weil sie mir mit ihrem „du musst die Haare färben“ auf die Nerven gegangen ist. Und wenn mich heute jemand auf meine immer mehr werdenden grauen Strähnen im dunklen Haar anredet, verweise ich auf die, die viel Geld für Strähnchen ausgeben müssen :-)).
    Herzlichen Gruß von Christine, die in einem 3/4 Jahr fünfzig wird.

  3. Hallo Martina,

    😉 auch wenn sich meine grauen Haare noch ein wenig verstecken, kann ich Dich gut verstehen. Auch ich war mal blond, doch dann dunkelten nach der 2. Schwangerschaft meine Haare extrem nach. Damit kam ich so gar nicht klar! Meinen ursprünglichen Haarton zu färben war einfach unmöglich, weil ich schon immer „mehrfarbige“ Haare hatte 😀
    So blieben mir nur die blonden Strähnchen. Mal waren es mehr, mal weniger. In einer persönlichen Lebenskrise konnte ich mich einfach nicht mehr aufraffen zum Friseur zu gehen und die Strähnchen wuchsen raus. Als ich die Krise überwunden hatte, war es gar nicht mehr so schlimm, nicht mehr blond sondern mittelbraun zu sein. Inzwischen bekomme ich so viele Komplimente für meine Haarfarbe und mag sie selber auch sehr, dass jetzt ruhig ein paar Graue kommen können. Das macht mich dann noch interessanter 😉
    Du siehst wunderschön aus!
    Zum Glück sind wir kein Produkt des Zufalls, sondern die Idee eines humorvollen Schöpfers. Er hat Dich wunderschön gemacht, in jeder Lebensphase!

    Liebe Grüße

    Heike

  4. Sie sehen super aus und wesentlich jünger als zuvor. Außerdem haben Sie jetzt wieder wunderschöne Locken. Ich drücke die Daumen, dass es mit den Bewerbungen klappt. Alles Gute und liebe Grüße

    Maria

  5. Ich finde Deinen Bericht toll, Du strahlst eine Natürlichkeit aus, die man selten findet, nach dem Motto „Ich bin wie Ich bin“ und das ist gut so, ich finde, der Jugendwahn ist erbärmlich, keiner kann die Uhr anhalten und das beruhigt mich auch immer wieder, habe zwar noch nur vereinzelte graue Strähnen, dafür aber einen Silberwolf als Ehegatten und es wäre für mich ein Scheidungsgrund, wenn er jetzt anfänge die Haar zu färben, ich finde bei Männern wirkt das noch eine Spur lächerlicher, werde in 2 Wochen 46 und fühle mich wohl in meiner Haut, ich wünsche Dir weiterhin ein tolles Leben vielleicht in Deiner Lieblingsstadt Hamburg, wir erfüllen uns in ca. 5 Jahren unseren Traum vom Leben an der Westküste…. lg Conny

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